Jahreswechsel mit Hund – was hilft bei Silvesterstress?

Manche Hunde sind an Silvester völlig entspannt – andere geraten in Angst bei Lärm und Lichtblitzen am Himmel. Auch der Mensch reagiert auf einen plötzlichen Knall und sein Körper zeigt Stress-Reaktionen – so ist es auch bei unseren Hunden. Sie hecheln, bekommen feuchte Pfötchen, die Pupillen vergrößern sich, die Schleimhäute sind gerötet, manche zittern, sabbern oder erbrechen sogar vor Aufregung. Der Stress zeigt sich durch Jaulen, Bellen, manche Flüchten auf Spaziergängen, andere suchen engsten Kontakt zu ihren Besitzern. Man sieht es ihnen unschwer an, wenn sie mit eingezogener Rute, zurückgezogenen Ohren und Lefzen vor einem stehen und mit großen Augen anschauen.

Wie können wir ihnen nun sinnvoll helfen, diese Situation zu bewältigen? Nicht jeder kann einen Silvester-Urlaub in einer knallfreien Gegend verbringen. Einige verhaltenstherapeutische Maßnahmen können schon im Vorfeld angewendet werden, um an Silvester vorbereitet zu sein. Wir können unsere Hunde schon jetzt an einen Rückzugsort gewöhnen, an dem er nur schöne Dinge erlebt – Streicheleinheiten, Kau-Artikel, Lieblingsdecke … einfach ein Ort, den er nur mit positiven Erlebnissen verbindet. Es gibt bestimmte Entspannungstechniken, die sinnvoll sein können, wie zum Beispiel Massagen. Hier gibt es spezielle Ratgeber für die Hunde-Massage. Manche Hundeschulen bieten Desensibilisierungsprogramme an, damit Geräusch-Ängste reduziert werden. Auch spezielle Geräusch-CD’s können den Hund an Feuerwerksgeräusche gewöhnen. Beispielsweise die Sounds Scary Geräusch CD von Sound Therapy 4 Pets.  

Neben den verhaltenstherapeutischen Möglichkeiten können Tierheilpraktiker und Tierärzte angstmindernde Medikamente empfehlen. Hier sollte man frühzeitig die Mittel ausprobieren, um den Erfolg vorab testen zu können. Viele Mittel wirken oft erst einige Zeit nach Verabreichung. So ist etwa die beruhigende Wirkung von Baldrian nachweislich erst 14 Tage nach Therapiebeginn zu erkennen. Erst dann sollte der Hund vorsichtig Knallgeräuschen ausgesetzt werden – z.B. mit einer Geräusch-CD. Zunächst beginnt man auf sehr leiser Stufe und erhöht dann zunehmend die Lautstärke!

Neben Baldrian wirken auch Pflanzenheilmittel wie Melisse, Hopfen und Lavendel beruhigend. Sie werden häufig in Kombinationspräparaten wie Sedarom® eingesetzt.

Leider kommt es nicht selten vor, dass Hunde auf Spaziergängen flüchten – insbesondere an Silvester. Hier können vorsorgliche Maßnahmen sehr hilfreich sein, den Hund schnellstmöglich wieder zu bekommen. Der Chip (Transponder) im Nacken ist eine von vielen Möglichkeiten. Eine 15-stellige Nummer wird mit den Daten des Halters verbunden. Tierärzte und Tierheime können mit einem Lesegerät die Informationen auslesen und so den Hund eindeutig identifizieren.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, mit dieser Transpondernummer den Hund in einem Tierregister bei TASSO oder FINDEFIX zu registrieren. Eine Plakette mit einer Notfallnummer wird am Halsband des Hundes angebracht und so kann der Fund des Hundes schnellstens bei TASSO oder dem Deutschen Tierschutzbund gemeldet werden. Das spart kostbare Zeit! Weitere hilfreiche Suchtipps für entlaufene Hunde und Katzen findet man auf der Internetseite tasso.net

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